Meldung von Biberschäden an die Gemeinde Griesstätt

10.07.2014

Um die umfangreichen Schäden durch die zunehmende Biberpopulation in den Gemeinden eine für alle beteiligten Seiten spürbare Verbesserung zu erreichen, haben in den vergangenen Wochen neue Gespräche mit dem Landratsamt Rosenheim stattgefunden. Dabei sind die Anliegen und Kritikpunkte der betroffenen Grundeigentümer offen dargelegt und Lösungsansätze besprochen worden.

Es ist zu betonen, dass die strengen rechtlichen Vorgaben zum Schutz des Bibers die Handlungsmöglichkeiten sowohl des Landratsamtes als auch der Gemeinde einschränken. Nichtsdestotrotz herrscht ein breiter Konsens darüber, dass die aktuell verfahrene Situation kein dauerhafter Zustand bleiben soll und kann.

Aus diesem Grund werden alle betroffenen Landwirte und Grundeigentümer ausdrücklich darum gebeten, auf ihren Flächen beziehungsweise in ihren Baumbeständen durch Biber verursachte Schäden – egal ob im kleinen oder großen Umfang – ab sofort an die Gemeinde zu melden. Hier werden die eingegangenen Meldungen künftig gesammelt und direkt an die zuständigen Sachbearbeiter im Landratsamt Rosenheim sowie die regional verantwortlichen Biberbeauftragten weitergeleitet.

Ziel dieses neuen Verfahrensweges ist, neben der zeitnahen Erfüllung des Anspruchs auf Entschädigung, die gezielte Erstellung einer Kartierung von Schadensschwerpunkten und zeitlichen Häufungen für das Gemeindegebiet Griesstätt. Dadurch kann langfristig bewirkt werden, dass zum Beispiel eine Entfernung von Biberdämmen in bekannten Problemzonen in Zukunft, je nach Bedarf, häufiger und leichter durch das Landratsamt genehmigt wird. Bei der Kartierung handelt es sich bewusst um einen dynamischen Prozess, dessen aktuelle Anpassung je nach den eingegangenen Schadensmeldungen aus den einzelnen Gemeindebereichen erfolgt. Somit können zugleich auch die gesetzlichen Schutzvorschriften für die Biberpopulation eingehalten werden.

Die Landwirte und Grundeigentümer werden gebeten, aufgetretene Biberschäden innerhalb der rechtlichen Frist von einer Woche zu melden. Sollte dies einmal nicht möglich sein, erkennt das Landratsamt verspätete Meldungen, die in einem angemessenen Zeitrahmen nach dem Auftreten eingehen, nach Rücksprache trotzdem an.

Für eine Verbesserung der aktuellen Situation und die Erstellung einer aussagekräftigen Schadenskartierung ist jedoch die Mitarbeit und Unterstützung aller Landwirte und Grundeigentümer unabdingbar! Nur wenn alle Biberschäden konsequent gemeldet werden, kann die Gemeinde auch offiziell statistisch als besonderer Schwerpunkt im Landkreis Rosenheim eingestuft werden und erhält nicht nur seitens des Landratsamtes verstärkte Aufmerksamkeit für die Problematik.

Aufgetretene Biberschäden werden ab sofort per Fax unter 08039/9056-20, per Post an die Gemeinde sowie per E-Mail entgegengenommen: buergermeister@griesstaett.de.

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