Kläranlage

Kläranlage Griesstätt

Kläranlage Griesstätt
Esterer 1
83556 Griesstätt
Tel: 08039/902742
Fax: 08039/902743
Mail: klaeranlage@griesstaett.de

Personelle Besetzung: Herr Josef Fink, Handy: 0173/3547915
Vertretung: Herr Hans Huber, Handy: 0172/8634534

Die technische Betriebsführung übernimmt seit Oktober 2005 die SüdWasser GmbH, ein Unternehmen von E.ON Bayern mit Sitz in Erlangen.

 

Abwasseranlage Griesstätt

 

Kurzerläuterung zum Bauvorhaben:

Die Errichtung der neuen Kläranlage an der Staatsstraße von Griesstätt nach Wasserburg a. Inn, in Höhe der Abzweigung nach Altenhohenau, ist sicher die größte Investitionsmaßnahme der Gemeinde Griesstätt in den letzten Jahren. Die Anlage hat den Betrieb bereits aufgenommen und erzielt Reinigungswerte, welche die Sollvorgaben gemäß Wasserrechtsbescheid deutlich unterschreiten.

Die bisherige Tropfkörper-Kläranlage an der Bussardstraße wurde vor etwa 30 Jahren in Betrieb genommen. Die alte Anlage entsprach nicht mehr dem technischen Stand, der die Einhaltung der heutigen gesetzlichen Anforderungen ermöglicht. Kapazitätsreserven für die zukünftige Entwicklung waren nicht mehr vorhanden. Auf Grund gesetzlicher Vorgaben darf der Kläranlagenablauf künftig nicht mehr wie bisher in den Laimgraben eingeleitet werden. Deshalb ist ein Ableitungskanal bis zum Laimbach erforderlich. Auch der bestehende Regenüberlauf vor der Kläranlage ist nicht mehr zulässig und musste durch ein Regenrückhaltebecken ersetzt werden.

Ein Umbau der Kläranlage in Verbindung mit einer Erweiterung am bestehen-den Standort wurde aus technischen und wirtschaftlichen Erwägungen und vor allem wegen der Nähe zur bestehenden Wohnbebauung, nicht weiter verfolgt. Deshalb hat der Gemeinderat Griesstätt beschlossen, eine neue Kläranlage mit Ableitungskanal und Regenrückhaltebecken zu errichten.

Die neue Kläranlage ist für eine Ausbaugröße von 3000 E + EGW konzipiert. Die Kläranlage wurde nördlich von Griesstätt an der Staatsstraße nach Wasserburg a. Inn gebaut. Das zufließende Abwasser durchläuft zuerst die Rechen- / Sandfanganlage im Betriebsgebäude und erreicht dann das Kombibecken, das Herz-stück der Kläranlage. Im äußeren Belebungsbecken mit einem Nutzvolumen von 780 m³ wird das Abwasser belüftet und dabei biologisch gereinigt. Im innenliegenden Nachklärbecken mit einem Inhalt von 400 m³ wird das Abwasserschlammgemisch getrennt, der Schlamm setzt sich am Boden ab, das Klarwasser läuft oben über und wird nach der Mengenmessung zum Laimbach abgeleitet. Der Überschussschlamm wird in 2 Schlammsilos mit je 400 m³ Nutzvolumen eingedickt und gelagert. Im Betriebsgebäude befindet sich neben der Rechen- / Sandfanganlage die Schaltwarte, das Labor, die Sanitärräume, der Maschinenraum und eine Werkstatt. Die gesamte Anlage wird aus der Schaltwarte mit einem PC und einer speicherprogrammierbaren Steuerung überwacht und gesteuert.

Das Regenrückhaltebecken, als Ersatz für den bestehenden Regenüberlauf, wurde mit einem Stauvolumen von ca. 2.300 m³ als unterirdisches Betonbecken errichtet. Bei Regenereignissen werden die anfallenden, zum Teil erheblichen Wassermengen gesammelt und dann dosiert über den ebenfalls neu er-stellten Ableitungskanal in die neue Kläranlage abgeleitet. Das Becken ist so bemessen, dass das 1-jährige Regenereignis im Becken zurückgehalten werden kann. Für größere Regenereignisse wurde ein Notüberlauf zum Laimgraben angeordnet. Das Becken ist mit einer schwimmergesteuerten Abflussdrossel und mit einer automatischen Spüleinrichtung ausgestattet.

Der neue Ableitungskanal verläuft vom bestehenden Regenüberlauf auf eine Länge von 100 m mit einem Durchmesser von 90 cm bis zum Regenrückhalte-becken und von dort weiter über die neue Kläranlage zum Laimbach bei Beichten mit einer Länge von 1.400 m und einem Durchmesser von 30 cm. Die maximale Ableitungsmenge vom Becken über die Kläranlage zum Laimbach beträgt 30 l/s. Die maximale Tiefe des Ableitungskanals beträgt beim Ortsteil Ess-baum 6,8 m.

Auf Grund der baulichen Anordnung kann das anfallende Abwasser von Griesstätt über das Rückhaltebecken und durch die neue Kläranlage im freien Gefälle d.h. ohne Pumpen zum Laimbach abgeleitet werden.

Die Bauarbeiten für das Regenrückhaltebecken und den Ableitungskanal wurden im Juli 2001 begonnen und im November 2002 fertiggestellt. Die Bauarbeiten für die Kläranlage wurden im Mai 2002 begonnen und nach 2 Jahren im Mai 2004 abgeschlossen. Bei der Bauausführung traten keine größeren Probleme auf. Erfreulich ist, dass während der gesamten Bauzeit keine Unfälle zu verzeichnen waren.

Durch den Neubau der Kläranlage hat die Gemeinde Griesstätt einen wesentlichen Beitrag zum Gewässerschutz geleistet. Aber auch die zukünftige Entwicklung der Gemeinde Griesstätt wird durch diese Maßnahme gesichert. So können neben der Erweiterung von Bauflächen im Hauptort Griesstätt auch Ort-steile im Außenbereich an die zentrale Abwasseranlage angeschlossen werden. Somit ist die neue Kläranlage Griesstätt eine wichtige Investition in die Zukunft der Gemeinde.

 

Gesamtkosten der Baumaßnahme nach Ausführung

Ableitungskanal € 340.000,--
Regenrückhaltebecken € 540.000,--
Kläranlage € 1.650.000,--
Baunebenkosten € 430.000,--
Gesamtkosten € 2.960.000,--

Mit der vorliegenden Kostenfeststellung werden die veranschlagten Baukosten knapp unterschritten.
Der Freistaat Bayern fördert die Baumaßnahme nach RZWas mit einem Zuschuss von € 1.660.000,--.
Der verbleibende Kostenanteil für die Gemeinde in Höhe von € 1.300.000,-- wurde bei der Globalberechnung für die jetzt gültige Satzung bereits berücksichtigt.

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